Die sechs größten Kostentreiber
- Funktionsumfang: Ein fokussierter Kernprozess ist deutlich leichter planbar als eine Plattform, die gleichzeitig CRM, Reporting, Abrechnung und Kundenportal ersetzen soll.
- Nutzerrollen und Rechte: Unterschiedliche Ansichten, Freigaben und Zuständigkeiten erzeugen zusätzliche Geschäftslogik und Tests.
- Schnittstellen: ERP, Buchhaltung, Zahlungsanbieter oder alte Datenbanken müssen nicht nur verbunden, sondern auch gegen Ausfälle und uneinheitliche Daten abgesichert werden.
- Datenmigration: Historische Excel-Dateien und Altsysteme enthalten oft Dubletten, Lücken und Sonderfälle. Die Bereinigung ist Teil des Projekts.
- Qualität und Betrieb: Sicherheitsanforderungen, Protokollierung, Backups, Barrierefreiheit und hohe Verfügbarkeit verändern Architektur und Testumfang.
- Einführung: Schulung, Parallelbetrieb und schrittweise Migration können wichtiger sein als die reine Programmierung.
Warum eine öffentliche Festpreisliste meist in die Irre führt
Zwei Projekte mit derselben Überschrift können völlig verschieden sein. Ein „Kundenportal“ kann lediglich Dokumente anzeigen oder komplexe Rechte, Zahlungen, Benachrichtigungen und Bestandssysteme verbinden. Deshalb veröffentlicht Bauer IT Solutions unverbindliche Budgetorientierungen, aber kein individuelles Angebot ohne geklärten Umfang.
Was ein belastbares Softwareangebot enthalten sollte
- das geschäftliche Ziel und den eindeutig abgegrenzten Leistungsumfang,
- konkrete Muss-Funktionen und bewusst ausgeschlossene Punkte,
- Schnittstellen, Datenübernahme und Verantwortlichkeiten,
- prüfbare Abnahmekriterien statt allgemeiner Qualitätsversprechen,
- Zeitplan, Zwischenstände und Umgang mit Änderungswünschen,
- Betrieb, Dokumentation sowie Eigentum an Code und Zugängen.
Bei Bauer IT Solutions wird dieser Rahmen vor Projektbeginn schriftlich festgehalten. Die Umsetzung erfolgt anschließend in wöchentlich sichtbaren Ständen. Den vollständigen Ablauf finden Sie unter So arbeite ich.
Die Checkliste für Ihre erste Projekteinschätzung
Für ein produktives Erstgespräch reichen Antworten auf sechs Fragen:
- Welcher heutige Prozess kostet besonders viel Zeit oder verursacht Fehler?
- Wer nutzt die Lösung und wer darf welche Aktionen ausführen?
- Welche Systeme oder Datenquellen müssen verbunden werden?
- Was muss in der ersten nutzbaren Version unbedingt enthalten sein?
- Bis wann soll ein erster produktiver Nutzen entstehen?
- Welcher Investitionsrahmen wäre im Verhältnis zum erwarteten Nutzen sinnvoll?
Wirtschaftlichkeit statt billigstem Angebot
Eine einfache erste Rechnung lautet: eingesparte Arbeitsstunden pro Monat × interner Vollkostensatz × zwölf Monate. Hinzu kommen vermiedene Fehler, schnellere Bearbeitung, zusätzliche Kapazität und bessere Datenqualität. Diese Rechnung ist keine Garantie, macht aber sichtbar, ob eine individuelle Lösung grundsätzlich in einem vernünftigen Verhältnis zum erwarteten Nutzen steht.
Praktische Beispiele für automatisierte Abrechnung, interne Werkzeuge und ein eigenes App-Produkt finden Sie in den Projektblättern.